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| Koenigsegg CC8S (Supersportler) | ||||||
Koenigsegg CC8Svom 03.02.2004 Wer behauptet schwedische Autos zu fahren sei langweilig, der sollte seine Meinung schnellstmöglich ändern. Denn von einer schwedischen Firma stammt jenes Auto welches ohne große Anstrengung den McLaren F1 als schnellsten Wagen mit Straßenzulassung ablöst. Wer hätte Gedacht dass so ein Auto ausgerechnet aus Schweden kommt? Vermutlich keiner, umso überraschter war die Welt als der Koenigsegg CC8S den Rekord brach und die Herzen aller Testfahrer höher schlagen ließ. Ich stelle glatt mal die Behauptung auf dass es für die traditionsreichen Firmen wie Ferrari, Lamborghini und Co. wie ein Schlag ins Gesicht gewesen sein muss. Dieses zu erreichen wäre allerdings kaum möglich gewesen hätten sich nicht Saab und Co. voll und ganz hinter dieses prestigeträchtige Projekt gestellt bzw. sich nicht tatkräftig beteiligt. Wie weiter oben erwähnt hatten so einige Zulieferbetriebe ihre Finger mit im Spiel und so stammt auch der Motor nicht von Koenigsegg. Der Motor stammt aus dem Hause Ford und wurde dem Mustang entnommen. Dieser V8 mit 4,7 Liter Hubraum bildet die Grundlage, allerdings nicht ohne vor dem Einsatz gründlich Überarbeitet und Modifiziert zu werden. Eingesetzt wurden hier hauptsächlich Teile aus Karbonfaser, Titanium und spezielle Aluminium-Legierungen aus der Luftfahrt. Doch das alleine reichte noch nicht für eine angemessene Leistung aus und so wird der Motor von einem Turbolader Zwangsbeatmet und bringt es erst dadurch auf 655 PS. Der konsequente Leichtbau schlägt sich auch im Gesamtgewicht des Triebwerks nieder, mit nur 210 kg wohl einer der leichtesten Motoren in dieser PS-Klasse.Die Kraftübertragung bei diesem klassischen Mittelmotor-Sportwagen übernimmt ein sequenzielles Cima-Sechsgang-Getriebe nach Transaxle-Bauweise. Dieses Getriebe ermöglicht extrem kurze bzw. präzise Schaltvorgänge, es wurde nach Erkenntnissen aus dem Rennsport optimiert und ist für eine Endgeschwindigkeit von über 400 km/h ausgelegt. Ganz beachtlich auch die erreichten Werte. Die Leistung von 655 PS liegt bei 6800 U/min an und das maximale Drehmoment von 750 Nm wird bei 5000 U/min erreicht. Bei dem geringen Leergewicht von 1175 kg plus ca. 100 kg Sprit hat der Motor relativ leichtes Spiel und beschleunigt den Koenigsegg auf bis zu 390 km/h. Der Sprint von 0 auf 100 km/h gelingt in unter 3,5 Sekunden. Zusammengestaucht wird der CC8S durch eine Bremsanlage aus Aluminium. Diese wurde speziell von AP-Racing entwickelt und angefertigt. Die Scheiben haben die Dimension von 345 mm an der Vorderachse und 330 mm an der Hinterachse. Sie verfügen über eine eigene Luftkühlung und garantieren auch bei extrem hohen Geschwindigkeiten für einen kurzen Bremsweg. Die Basis des Koenigsegg CC8S bildet ein Chassis aus Karbonfaser. Man findet einen Stahlrahmen im Frontbereich und einen Aluminiumrahmen im Heckbereich. Wobei letzterer den Motor, das Getriebe und die Aufhängung trägt. Selbstverständlich besteht auch die Karosserie aus Kohlefaser. Dadurch wird eine hohe Steifigkeit erreicht und das macht den Wagen zu einem der sichersten Autos die je in Schweden getestet wurden.Das Äußere ist geprägt durch die aerodynamischen Vorgaben für extrem hohe Geschwindigkeiten und in der Tat sind die Aerodynamikwerte so außergewöhnlich dass die Konkurrenz da nicht mithalten kann. Für den nötigen Feinschliff am Chassis sorgte übrigens kein geringerer als Loris Bicocchi. (Anm.d.Red.: Loris Bicocchi gilt als Supercar-Experte und überarbeitete bereits die Supersportler vieler bekannter Marken.) Das Fahrwerk trägt natürlich auch seinen Teil zum ansprechenden und unkomplizierten Fahrverhalten bei. Dafür sorgen die Doppelquerlenker aus Aluminium vorn bzw. hinten und die verstellbaren Stoßdämpfer. Die Bodenfreiheit kann nach Bedarf mittels Elektronik jederzeit angepasst werden. Viele Details tragen dazu bei dieses Auto in seiner Klasse einzigartig zu machen. So lässt sich das abnehmbare Targa-Dach unkompliziert unter der Fronthaube verstauen. Der Kofferraum hat ein Volumen von 120 Liter, was sehr viel ist für einen Sportwagen. Ein besonderes Detail sind die Flügeltüren, sie schwingen nach dem Öffnen nicht nur nach oben, sondern gleichzeitig nach außen. Mit an Bord sind auch ABS, Traktionskontrolle, Klima-Automatik, Radio mit CD-Wechsler, Mobiltelefon, Satelliten-Navigation, elektrische Fensterheber und Rückspiegel, Zentralverrieglung und noch einige andere Extras. In welchem Sportwagen dieser Klasse findet man sonst so eine Ausstattung? Wohl in keinem.Auch der Innenraum mutet nicht Sportwagentypisch spartanisch an, hier überrascht die luxuriös Einrichtung. Das Interieur überzeugt mit Leder, Aluminium und Karbonfaser. Hinter dem Lenkrad findet man die digitale Geschwindigkeitsanzeige und die Mittelkonsole beherbergt die Kontrolleinheit für die wichtigsten Funktionen. Die Sitze aus Karbonfaser sind mit edlem Alcantara und dem von der NASA entwickeltem Werkstoff Tempur bezogen. Den Koenigsegg kann man übrigens mit zwei verschiedenen Radgrößen ordern. Einmal 18“ Koenigsegg Magnesium-Felgen und der Bereifung 245/40 ZR18 vorn bzw. 315/40 ZR18 hinten. Die andere Variante umfasst die 20“ Koenigsegg Magnesium-Felgen, welche mit 255/40 ZR20 vorn und 335/40 ZR20 hinten gefahren werden.Seit dem Produktionsbeginn im März 2002 wurden 6 Exemplare ausgeliefert und weitere 25 bestellt. Der Preis beläuft sich auf 530.000 Euro, dafür bekommt man von den Schweden mehr geboten als es die Konkurrenz momentan kann. Fotos: Koenigsegg Automotive AB geschrieben von: TheGiant zurück | ||||||