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| OPC Opel Astra Coupé X-Treme (Tuner: Was machen die Großen?) | ||||||
OPC Opel Astra Coupé X-Tremevom 23.03.2004 Wer immer dachte, Opel könne keine sportlichen Autos bauen, der sollte schnell umdenken. Sehr schnell, denn was hier auf uns zukommt, ist ein ultimativer Rennwagen mit Straßenzulassung. Wer ist dafür verantwortlich? Der Werkstuner "Opel Performance Center" – kurz OPC. Die Jungs von OPC haben aus dem sonst eher gewöhnlichen Astra Coupé mit viel Know-how aus der DTM und mit modernster Rennsporttechnik ein Fahrzeug gebaut welches einfach Spaß machen muss. Allerdings ist dessen Einsatz eher auf Rennstrecken beschränkt, da die Straßen in unseren Breitengraden nicht gerade bekannt sind gute Fahreigenschaften. Doch warum gerade die heimischen Bundesstraßen leicht zur Rennstrecke werden können, wird hier eindrucksvoll bewiesen... Schon beim Blick unter die Motorhaube ist die Herkunft unübersehbar, denn zum großen Bruder aus der DTM gibt es nicht viele Unterschiede. Ein längs hinter der Vorderachse eingebauter V8-Motor mit 4 l Hubraum bringt das Coupé auf 100 km/h in unter 4 Sekunden und das bei einem Gewicht von nur 1150 kg. Das Aggregat leistet 444 PS und entwickelt dabei ein sattes Drehmoment von 530 Nm. Um diese Kraft an die Hinterachse zu übertragen, wird ein sequenzielles Sechsgang-Transaxle-Getriebe verwendet. Für Stabilität sorgen Doppelquerlenker an Vorder- und Hinterachse sowie verstellbare Stabilisatoren und Stoßdämpfer. ABS und andere Sicherheitselemente wurden gleich ganz weggelassen, um noch DTM- Atmosphäre in einer gewissen Dosierung zu erhalten. Nur warum erreicht der Wagen bei soviel Technik nur ein Gewicht von knapp über einer Tonne? Ganz einfach, denn der Opel besteht aus einem Alu-Gitterrohrahmen mit integrierter, kohlefaserverstärkter Sicherheitszelle und Crashboxen. Der komplette Vorderwagen und sämtliche Anbauteile bestehen aus Kohlefaserverbundmaterial und selbst die Kupplung wurde zwecks der großen Belastung aus dem sehr teuren Material geschaffen. Bei soviel „Leichtigkeit“ schafft der Astra auch ohne Probleme die 300 km/h- Marke und damit er auch sicher zum stehen kommt, werden innenbelüftete Kohlefaserscheibenbremsen mit Sechskolben-Aluminiumsätteln mit 380 mm Durchmesser vorne und 340 mm hinten verbaut. Davor agieren gewaltige 20“-Räder in typischer OPC-Optik, welche mit breiten Dunlopreifen bestückt sind. Vorne gibt es 265/30 ZR 20 und auf der Hinterachse gewaltige 305/25 ZR 20, die das OPC Coupé auf dem Asphalt halten. Daneben besticht der Rüsselsheimer natürlich mit seiner unübersehbaren Optik, wie es schon der Name verrät: eine extrem verbreiterte Karosserie mit gewaltigen Lufteinlässen an den Seiten. Für die richtige Aerodynamik sorgt außerdem ein großer Heckflügel, wozu sich schnörkellose DTM-Außenspiegel gesellen. Doch das absolute Highlight erlebt der Fahrer schon vor dem Einsteigen, denn dem Astra wurden Flügeltüren verpasst, was ja nicht alltäglich zu finden ist. Darüber hinaus wartet statt kaltem Blech und offenen Leitungen wie im DTM- Bruder, eine hochwertige Alcantara-Lederausstattung, Schalensitze und ein Sportlenkrad aus dem Opel Speedster. An dieser Stelle sei allerdings gesagt, dass dieses Fahrzeug für den Durchschnittsmenschen konzipiert ist. Laut OPC ist der Innenraum für Personen bis max. 1,80 m Größe und einem Gewicht bis 80 kg geeignet. Damit der Fahrer immer bestens über die Maschine informiert ist, gibt es im Cockpit ein großes Display, auf dem alle relevanten Daten bereitgestellt werden. Wenn die "körperlichen" Bedingungen erfüllt sind, steht einem Ausritt mit dem OPC- Astra also nichts mehr im Wege, es sei denn, die üppigen 500.000 € Kaufpreis lassen sich nicht aufbringen. Aber beim Anblick der Flügeltüren oder dem süchtigmachendem V8-Sound wird auch der OPC-Fan schnell schwach. Und wer möchte nicht einmal dieses Beschleunigungsgefühl wie in der DTM erleben, bei dem die Gurte "tiefe Eindrücke" hinterlassen?Fotos: Bernd Ahrens geschrieben von: micneo & TheGiant zurück | ||||||