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Mercedes Väth V 58 K (Tuner: Was machen die Großen?)

Mercedes Väth V 58 K

vom 05.04.2004

Wer bisher dachte, S-Klasse und SL seien bei Mercedes Benz das Maß aller Dinge, der hat noch keine Bekanntschaft mit der E-Klasse des Tuners Väth gemacht. Sein Name: V 58 K – kurz und schmerzlos. Aber wie soll dieser seinen großen Brüdern das Wasser reichen? Die Entwickler aus dem bayerischen Hösbach haben sich Einiges einfallen lassen und was dabei herausgekommen ist, kann sich mehr als sehen lassen. Worum es genau geht jetzt im Detail…

Als Grundlage dient der E 55 vom Werkstuner AMG mit einer Leistung von 476 PS und einem Drehmoment von 700 Nm. Der 5,5-Liter-V8 Motor wurde um 300 cm³ erweitert und der Ladedruck des Kompressors um 0,1 Bar erhöht. Daraus resultieren jetzt satte 620 PS bei 6000 U/min und bereits bei 2800 U/min liegt das volle Drehmoment von 800 Nm an. Allein aus der eigens entwickelten Kraftstoffkühlung werden zusätzliche 40 PS geschaffen, denn der Kraftstoff fließt in den Ringleitungen der Einspritzanlage jetzt mit einer Temperatur von ca. 12 – 14 °C. Dadurch erhöht sich auch die Dichte und es kommt laut Aussage von Väth zu einer Senkung des Kraftstoffverbrauchs um ganze 5 Liter auf 100 km.

Weiterhin soll die Brennraumtemperatur oberhalb des Kolbens niedriger sein, ein Indiz für eine längere Lebensdauer des Motors durch geringeren Verschleiß. Die gewaltige Kraft des Motors wird durch ein 5-Stufen-Automatikgetriebe übertragen. Um eventuelle Überhitzung am Getriebe schon im Ansatz zu vereiteln, baute Väth einen separaten Kühler für das Getriebeöl ein, der mittels Luft gekühlt wird. Die serienmäßige AMG-Version kühlt das Getriebeöl über einen Wärmetauscher, der an den Wasserkreislauf des Motors angeschlossen ist.
Bei optimaler Traktion schafft der V 58 K die 100 km/h unter 5 Sekunden und die 200 km/h-Marke nach rund 14 Sekunden, für eine Limousine dieser Größe sehr gute Werte. Die momentane Höchstgeschwindigkeit der Väth E-Klasse liegt bei 330 km/h, doch sie kann noch schneller. Allerdings muss die Elektronik bei 330 km/h bremsend eingreifen, denn die Reifen haben noch keine Freigabe für eine höhere Geschwindigkeit. Sobald die Freigabe erfolgt ist kommt jeder Besitzer in den Genuß der Top Speed von ca. 360 km/h.

Auch von Außen macht der Wagen einen eher auffälligen Eindruck. Die Abgasanlage endet am Heck in 6 verchromten Endrohren, die bei diesem Motor sicher nicht überflüssig sind. Neben der Tieferlegung wurden außerdem Alufelgen in 20“ mit passender 245er- bzw. 285er-Bereifung vom Fabrikat Dunlop SP 9000 verwendet. Für eine zuverlässige Bremsleistungen des fast 2 Tonnen schweren Fahrzeugs sorgen 330 mm bzw. 360 mm große, gelochte und innenbelüftete Bremsscheiben.
Wem es gefällt, der kann mit abgeschaltetem ESP bis zu 30m lange schwarze Streifen auf den Asphalt malen.

Dieser Mercedes von Väth hat natürlich seinen Preis: stolze 139.000 Euro kostet der Väth V 58 K. Wobei alleine schon der Umbau ohne Mehwertsteuer 41.981 Euro kostet. Eigentlich hätte der Tuner auch gleich einen Pachtvertrag für die linke Autobahnspur beilegen können… aber dann hätte er womöglich noch mehr gekostet.

Fotos: Ronald Sassen

geschrieben von: micneo & TheGiant

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