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TR Toyota MR2 Turbo (Tuner: Was machen die Großen?)

TR Toyota MR2 Turbo

vom 13.04.2004

Welcher Tuning-Fan findet sie nicht gut, die Fahrzeuge aus den beiden Fast & Furrios Teilen? Vermutlich nur die wenigsten. Alle anderen sollten dringend weiterlesen, denn von TR-Fahrzeugveredelung stammt ein Toyota MR2 Turbo welcher glatt hätte im Film mitmachen können. Dabei entstand dieses Fahrzeug nicht etwa durch eine Anregung aus dem Film, nein die Planung begann schon viel früher, aber dieses Projekt wurde erst beendet als der Film schon wieder aus den Kinos verschwunden war.
Doch wie kam Torsten Riedel der Chef von TR-Fahrzeugveredelung auf die Idee dieses Fahrzeug zu bauen? Begonnen hat alles auf einem der von ihm veranstalteten MR2-Treffen, der Vorbesitzer dieses US-Imports besuchte jenes und lud ihn zu einer Probefahrt ein. Der bereits überarbeitet Motor gefiel Torsten so gut das er zum Vorbesitzer sagte: "Solltest du das Auto jemals verkaufen wollen, dann an mich". Einige Zeit später klingelte das Telefon und der Wagen wechselte denn Besitzer. Danach rollte der von außen serienmäßige MR2 in die Werkstatt von Torsten und die Geschichte nahm ihren Lauf...

Motormäßig hatte der MR2 schon einiges zu bieten, denn der aus dem Celica Turbo bekannte 3S-GTE-Motor leistet in Serie bereits 225 PS. Allerdings hat der Vorbesitzer ja schon ein paar Veränderungen vorgenommen um dem 2 Liter 16V Turbo ein paar mehr Pferdchen zu entlocken. Der Motor wurde überarbeitet und erhielt Schmiedekolben und eine scharfe Nockenwelle von HKS, zusätzlich wurden noch fein gewuchtete Pleuel, größere Ventile und eine andere Kurbelwelle verbaut. Diese Änderungen geben dem Motor die nötige Standfestigkeit um mit dem höheren Ladedruck umgehen zu können. Ein manuelles Dampfrad und ein Turbosmart-Blowoff-Ventil ermöglichen einen Ladedruck von bis zu 1,35 bar. Zusammen mit dem überarbeiteten Turbolader reicht das für eine deutlich höhere Leistung, so klettert diese von den 225 Serien PS auf immerhin 355 PS. Damit hört der Spaß allerdings noch nicht auf, denn der Wagen ist vorbereitet für den Einsatz von Lachgas. Für die Viertelmeile kann schnell eine Flasche eingehängt werden und dann stehen zehn Sekunden lang ca. 550 PS zur Verfügung.
Damit die Abgase den Motor auch recht zügig verlassen wurde bei TR speziell eine 4-Rohranlage mit geringerer Dämpfung angefertigt.

Fahrwerk und Radkombination sorgen gemeinsam für eine gute Straßenlage. Das verbaute Gewindefahrwerk stammt ursprünglich von H&R, allerdings wurden die originalen Hauptfedern durch einen kompletten Satz aus dem Rennsport ersetzt.
Die polierten Felgen stammen von Carline und bilden die Grundlage für die Yokohama-Bereifung. Damit die Servolenkung ein wenig zu tun hat gibt es vorne Felgen in der Größe 10 x 17“ ET –5 mit 235/40 Yokohamas. An der Hinterachse gibt es zusätzlich zu den schon enormen 315/35 Yokohama Reifen auf 13 x 17“ ET 7 Felge noch eine Spurverbreiterung von 65 mm.

Die größten Änderungen hat allerdings die Optik erfahren, der MR2 ist kaum wiederzuerkennen. Kaum war der Wagen in Torstens Werkstatt gerollt, da schickte er gleich als Erstes eine Bestellung zu Erebuni nach New York und orderte dort den japanischen Veilside-Bausatz Shogun Style 330.
Der Breitbausatz blieb aber nicht unverändert, so wurde er bei TR nach dem Eintreffen erst einmal gründlich mit Glasfaser überarbeitet und aufgeschäumt. Dabei entstanden einige Details in Eigenbau aus GFK, darunter alle Übergänge von den Kotflügelverbreiterungen zur Frontschürze, die seitlichen Flipperansätze, die an den Flanken überarbeitete Heckschürze und die am Spoiler und den Flanken verbreiterte zweiteilige Frontschürze.
Die im Übergang von Dach zum Heck ersichtlichen symmetrisch angeordneten Lufteinlässe stammen auch von Erebuni. Sie dienen nicht nur der Optik, denn sie liefern dem im Heckbereich befindlichen Motor die nötige Frischluft um ihn vor dem Hitzetod zu bewahren.
Etwas besonderes ist auch der APR-Heckflügel, er stammt aus der japanischen Cart-Serie und erlaubt es den Anpressdruck manuell über den verstellbaren Anstellwinkel auf bis zu 600 kg einzustellen. Auch der Tankverschluss blieb nicht im Serienzustand, an seiner Stelle befindet sich jetzt ein Verschluss aus der DTM. Einen kompletten Satz geänderter Scheinwerfer gab es dann auch noch.
Um das Bild abzurunden erhielt der MR2 eine neue Lackierung, diese schimpft sich MIP A Genesis, wobei dabei die Glasdächer gleich mitlackiert wurden.

Sportlich präsentiert sich auch der Innenraum. Die Sparco-Schalen sorgen in Verbindung mit den Vier-Punkt-Gurten für einen guten Halt und bieten obendrein eine hohe Sicherheit. So in Position gehalten hat der Fahrer sämtliche Amaturen gut im Blick, auch die zusätzlichen an der A-Säule. Ebenfalls gut zu erreichen die Mittelkonsole mit der Boost-Control für den Einsatz von Lachgas. Das 32 cm Millennium-Lenkrad stammt von Momo, genauso wie die Pedale und der Schaltknauf.

Bleibt abschließend nur zu sagen, dass dieser MR2 von TR-Fahrzeugveredelung wirklich etwas besonderes auf Deutschlands Straßen ist. Mit seiner „breiten“ Optik und der Motorleistung fällt er unter Garantie überall auf und sorgt für neidische und bewundernde Blicke. Ein echt gelungenes Fahrzeug und ich hoffe auf mehr von dieser Sorte.

Fotos: M.Kolb

geschrieben von: TheGiant

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