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| Maserati MC12 (Supersportler) | ||||||
Maserati MC12vom 17.06.2004 Den Namen Maserati dürften die meisten Leute mit formschönen und leistungsstarken Sportwagen in Verbindung bringen. Doch das Maserati vor Jahrzehnten neben Ferrari zu den ganz großen im Rennsport gehörte wissen nur die wenigstens. Nach dem Rückzug aus dem Rennsport hat sich viel getan, so gehört Maserati mittlerweile zu Ferrari und gemeinsam bilden sie die Ferrari Maserati Gruppe.Allerdings ist das Projekt „Come back im Rennsport“ schon einige Zeit in der Mache und so kam es wie es kommen musste, auf dem 74. Internationalen Autosalon in Genf wurde der MC12 Competizione präsentiert. Der für den Renneinsatz konzipierte Maserati Corse Competizione - kurz MC12 Competizione - hat einen straßenzugelassenen Bruder mit dem Namen MC12 Stradale. Um dem Regelwerk der FIA gerecht zu werden musste Maserati mindestens 25 Exemplare für die Straße bauen, um mit dem Rennwagen an der Meisterschaft teilnehmen zu können. Damit meldet sich Maserati eindrucksvoll und mit einem echten Supersportler zurück. Für den Vortrieb beim MC12 Stradale sorgt ein V12-Mittel-/Heckmotor. Er verfügt über 6 Liter Hubraum und wurde speziell für den Einsatz auf der Straße abgestimmt. Seine volle Leistung von 630 PS entfaltet der Motor bei 7500 U/min, während das maximale Drehmoment von 652 Nm schon bei 5500 U/min zur Verfügung steht. Die Versorgung des Motors mit Sauerstoff gewährleistet ein auf dem Dach befindlicher Lufteinlass. Die Kraftübertragung übernimmt das hinten verbaute und starr mit dem Motor verbundene Cambiocorsa-Sechsgang-Getriebe. Dieses Getriebe wird elektronisch gesteuert und ermöglicht schnelles Schalten ohne Kuppeln. Bei Betätigung der Schaltpaddel hinter dem Lenkrad, wird das computergesteuerte Getriebe veranlasst den Gang elektrohydraulisch zu wechseln. Der Fahrer kann zusätzlich noch per Tastendruck zwischen zwei Modi wählen, zur Verfügung stehen der „Sport“ und der „Race“ Modus. Während „Sport“ für den normalen Gebrauch samt dementsprechend eingestellter Traktionskontrolle dienen soll, bietet der Modus „Race“ ein sportlicheres Fahrverhalten durch eine höhere Gangwechselgeschwindigkeit und eine modifizierte Antischlupfregelung (ASR). So gerüstet bringt es der MC12 in 3,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von über 330 km/h. Dieses Auto braucht auch eine Bremsanlage und ein Fahrwerk, welche dem sportlichen Design gerecht werden. Aus diesem Grund entstand die Bremsanlage in Zusammenarbeit mit Brembo. Die Anlage ist auf Effizienz, eine hohe Bremsleistung und maximalen Fadingwiderstand ausgelegt. Angefangen bei den großen innenbelüfteten und gelochten Bremsscheiben, vorn 380 mm x 34 mm und hinten 335 x 32 mm, über die Alu-Bremssättel bis zum ABS entstand alles während dieser Zusammenarbeit. Zu Bewundern sind die Bremsscheiben und -sättel hinter den 19-Zoll-Leichtmetallfelgen; vorn 9J x 19 und hinten 13J x 19. Das Fahrwerk besteht ebenfalls aus einer Menge Technik. So verfügt der Maserati an der Vorder- und Hinterachse über eine Radaufhängung mit Doppelquerlenkern, Antidive- und Antisquatgeometrie und Druckstangenfederung mit entgegengesetzten Stoßdämpfern. Durch den Einsatz dieser Technik wird ein progressives Ansprechverhalten sowohl im Straßen- als auch im Renneinsatz ermöglicht. Ein nettes Gimmick bietet die Vorderradaufhängung, denn sie ist mit einem elektrisch gesteuerten Heber ausgestattet, der den Bodenabstand z.B. bei der Auffahrt von Garagenrampen erhöht. Am Design ist eindeutig die Zusammenarbeit mit den Ferrari Konstrukteuren zu erkennen, denn im MC12 spiegeln sich viele Details des Ferrari Enzo wieder. Dieser war auch Vorbild für den Maserati-Renner und wurde vom Designbüro Giorgetto Giugiaro an das Design der Marke mit dem Dreizack angepasst. Weiterentwickelt wurden diese Entwürfe durch Rechenmodelle, sowie durch Tests im Windkanal und auf der Rennstrecke. Ein wichtiger Punkt bei diesen Test, war das jedes Detail ein Höchstmaß an Abtrieb und optimale Aerodynamikwerte bietet. Um den MC12 besonders leicht und verwindungssteif zu gestalten, besteht die Karosserie aus Carbonfaser und das Chasis wird in Sandwich-Bauweise aus Carbon und Nomex-Honeycomb gefertigt. Besonders hervorzuheben wäre noch die interne Luftführung. Im Fontbereich befinden sich zwei längliche Lufteinlässe, welche die Luft aufnehmen, diese wird dann am Heck durch einen großen halbmondförmigen Luftauslass wieder frei geben. Letztlich noch zu erwähnen wäre der über zwei Meter breite Carbon-Heckflügel, welcher im Sockelbereich noch mit einem kleinen zusätzlichen Spoiler bestückt ist. Im Innenraum wurde Wert auf Funktionalität gelegt und aus genau diesem Grund fiel die Ausstattung minimalistisch aus. Das Interieur wird dominiert von Carbon, fein perforiertem Leder und einem speziellen High-Tech-Gewebe. Zentrales Instrument auf dem Armaturenbrett ist der große Drehzahlmesser, um ihn sind alle Weiteren positioniert. In der Mittelkonsole befinden sich alle restlichen Bedienelemente. Die Sportsitze sind mit Stoff und Leder bezogen. Im Sommer 2004 kommt die Koproduktion der Ferrari Maserati Gruppe, der Maserati MC 12 Stradale, in der europäischen Zulassungsvariante auf den Markt und zwar der Markentradition entsprechend, nur in blau-weißer Lackierung. Allerdings limitiert auf die 25 von der FIA vorgeschriebenen Exemplare. Zur gleichen Zeit dürfte auch der Competizione für den Renneinsatz bereit stehen. Über den genauen Preis ist momentan noch nichts bekannt.Fotos: Maserati geschrieben von: TheGiant zurück | ||||||