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Entertainment (Interviews)

MOONBOOTICA

vom 28.08.2006

Die beiden Hamburger DJs und Produzenten KoweSix und tobitob sind inzwischen in aller Munde oder besser
Ohren. Für Menschen, die Moonbootica immer noch nicht in Action erlebt haben, empfehlen sich die
Mix-CD „DJ Sounds Good" ('04) und vor allem das immer noch taufrisch erscheinende Debüt mit dem selbst genügsamen Titel „Moonbootica" ('05). Oder aber ihr hört sie euch am 02. Oktober auf dem alpha-Festival in Schwerin an! Wir haben die beiden sympathischen Jungs vorher für euch interviewt.



piste:
Hallo Kowe-Six und tobitob! Erzählt unseren Lesern
doch erst einmal wie ihr musikalisch zueinander gefunden habt, was ihr vorher so gemacht habt. Bei tobitob erahnen das die meisten, bei dir, KoweSix, wahrscheinlich nur die wenigsten.
MB:
Während tobitob deutsche Rapgeschichte geschrieben hat, schlug sich kowe-Six als abgetakelter Backgammon-Champion durch den nahen Osten
und versuchte seine Erfolge von 73/74 zu wiederholen. Irgendwann schließlich gastierte
er mit den California Dream Men in Hamburg, platzte eines Abends in eine Albanerhochzeit
auf dem Kiez, auf der Tobi nackt auflegen musste. Nach exzessivem Saufen war klar, ein gemeinsames
Projekt musste her.
piste:
Was macht den typischen Moonbootica-Sound aus?
MB:
Dass er uns gefällt, das macht ihn aus. Außerdem muss er dick und fett klingen, der Rest ist eigentlich egal!
piste:
Euer erstes Album „Moonbootica" erschien im Jahre 2005, nachdem ihr ein Jahr zuvor bereits die viel gelobte Mix-CD „DJ Sounds Good“ veröffentlicht
habt. War es sehr schwer, aus eurem reichhaltigen Bestand eine Auswahl an Tracks zu treffen, die schließlich aufs Album kommen sollten? Legendäre Perlen wie z.B. „Bulldog Beats“, „Mustang 86“ oder „We 1, 2 Rock“ fanden keine Berücksichtigung bzw. erschienen nur auf der Limited Edition.
MB:
Wir haben ja relativ lange, so ca. 1 1/2 Jahre wild darauf los produziert und hatten dann das
Problem, dass wir ohne weiteres genug Material für eine Doppel-CD gesammelt hatten. Das wollten wir dann aber niemandem antun & so wurde dann hart selektiert. Die oben genannten Songs mussten neuen weichen!
piste:
Seid ihr mit der Resonanz auf das Album zufrieden oder hattet ihr anderes erwartet? Hat
sich durch die VÖ etwas in euren Sets geändert? Spielt ihr auch reine Moonbootica Live-Sets?
MB:
Eher nicht. Unser Clubsound ist nur teilweise identisch mit dem, was wir auf dem Album abgeliefert haben. Wir haben bewusst kein reines Dancealbum produziert, finden wir langweilig so was. Seit Anfang 2006 spielen wir live, wenn es sich anbietet. Mit der Resonanz auf unser Album sind wir sehr zufrieden. Richtig harte Kritik gab es eigentlich nicht, zumindest hat’s bisher niemand laut uns gegenüber ausgesprochen....
piste:
Ihr bietet den Usern euer Webpräsenz www.moonbootica.de einen wunderbaren Audioplayer
mit aktuellen Mixsessions. Kann man diese Mixe
auch erwerben? Oder sind sie nur für den Moment bestimmt?
MB:
Die Mixe sind grundsätzlich nur für den Moment bestimmt, letztlich sollen die Leute in die
Clubs kommen, um mit uns zu feiern und nicht vorm Computer vermodern. Wenn es denn aber nicht anders geht, sollten sie wenigstens gute Musik hören!
piste:
Was steht als Nächstes an VÖs an?
MB:
Es wird Ende Oktober eine neue „in the mix“-CD mit dem schönen Titel „... and then we started to dance" erscheinen. Mit zwei neuen, exklusiven
Tracks von uns und lauter anderem fetten Sound.
piste:
Dieser Sommer war ohne euch quasi nicht denkbar. Kein Festival, kein großes Event ohne euch. Wo hat's bisher am meisten gerockt?
MB:
Jedes Festival hat etwas Besonderes.
Speziell war aber sicherlich die Nature One, denn
dort sind wir live aufgetreten!
piste:
Gibt es dabei auch so etwas wie Freundschaften zu anderen Künstlern aus dem Dancebereich? Beispielsweise Deichkind?
MB:
Sicherlich. Mit Deichkind sind wir dicke, aber
auch andere sind Freunde geworden, z.B. Tobi Neumann, Karotte, die Märtini Brös und so weiter.....
piste:
Hört ihr euch auf den Festivals auch andere Acts an, oder konzentriert ihr euch auf euren Gig? Reist ihr beiden in der Regel alleine oder lasst ihr euch lieber begleiten?
MB:
Wenn es zeitlich machbar ist, hören wir uns sehr gerne andere Acts an, sonst kommt man ja eher gar nicht mehr dazu. Ein großer Pluspunkt der Festivals. Wir reisen meistens zu zweit, das ist schon anstrengend genug!
piste:
Ihr spielt im Oktober zum ersten Mal auf dem alpha-Festival in Schwerin. Was habt ihr bisher über das Event gehört? Nach welchen Kriterien nehmt ihr Bookings an?
MB:
Dass es das beste Festival aller Zeiten sein soll! Da konnten wir nicht nein sagen.... Die Kriterien,
nach denen wir Bookings annehmen, sind vielfältig. So muss es in erster Linie Sinn machen, in einem bestimmten Club/Event zu spielen. Man kann nur sagen: Das Gegenteil von gut gemeint ist gut gemacht!!!
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geschrieben von: A. Vatankhah

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