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Entertainment (Interviews)

Paul van Dyk, Deutscher Dance Award

vom 11.07.2003

OKF:
Guten Abend Paul van Dyk. Wie hat dir der Event gefallen?

PvDyk:
(berlinert) Es war schön.

OKF:
War es auch wichtig? Oder mehr so, na ja, es war halt schön.

PvDyk:
Es gab zwei, drei Awards wo die verkehrten Leute ausgezeichnet wurden, die ich nicht für relevant halte, was tatsächlich deutsche Tanzmusik betrifft, zumindest nicht so wie ich sie verstehe.
Aber alles in allem war es eine wunderbare Veranstaltung und deswegen ist es auch okay.

OKF:
Bist du traurig das du selber dieses Mal nicht nominiert warst? Man hat zwar lange nichts von dir gehört, ich meine jetzt gerade gehst du ja wieder richtig ab, aber es war ja in Deutschland doch ein bisschen ruhiger um dich.

PvDyk:
Nein, also wie gesagt, ich habe da überhaupt gar keine Probleme. Ich finde, dass jemand wie Chris Liebing den „besten National DJ Award“ bekommt ist wirklich mehr als verdient. Der Mann macht seit Jahren super supergeile Sachen und ist einer der talentiertestens Jungs die wir in Deutschland haben und von daher denke ich hätte es kein anderer mehr verdient gehabt als Chris.
Und alles andere, wie gesagt, ich hatte weder eine Single draußen, insofern konnte ich als Track nicht nominiert werden, genauso wenig hatte ich ein Album am Start, insofern fiel das auch weg. Ich habe da überhaupt keinen Groll.
Das ist alles gut so, wie es ist… - es gibt halt einfach ein paar Sachen, wo der Spagat ein bisschen groß ist. Es sind einfach Leute ausgezeichnet worden, als bester Dance Akt zum Beispiel die ganz effektiv in den Clubs nichts zu tun haben und nichts zu suchen haben wo auch in den Clubs nichts passiert. Ich finde einfach da muß man einfach vielleicht in der Auswahl im Vorfeld sich im Gremium genauer überlegen, macht man hier jetzt so einen Großraumdisco Event draus, dann sollte man gefälligst auch Leute wie Chris Liebing, Westbam und mich nicht unbedingt einladen, weil da finden wir nicht wirklich statt. Oder macht man daraus wirklich einen Dance Award, der ebend auch international relevant ist. Da muß man sich halt überlegen, ob man da nicht diese belanglose Popscheiße, die sich vielleicht tanzbaren Elementen bedient, nicht weglässt, weil beides ist ein bisschen schwierig unter einen Hut zubekommen. Weil es dann auch die Leute nicht mehr mitmachen. Das hat man ja auch gesehen, das es dann schwierig wird die Leute zu begeistern, weil es einfach ein Spagat ist, der nicht funktioniert, weil die eine Musik hat die Wurzeln im Club Leben und in dem was mit Clubs zu tun hat und in der DJ Musik und hat vielleicht auch den einen oder anderen Sexappeal in Sachen Popmusik und erreicht eine größere Masse, das andere ist aber einfach Popmusik, die sich tanzbaren Elementen bedient und das hat einfach einen ganz unterschiedlichen Vibe. Und das funktioniert beides miteinander relativ schwierig. Also ich stelle mich lieber mit Phil Collins auf die Bühne als mit Groove Coverage.

OKF:
Dreimal Tomcraft. Zuviel, oder geht das in Ordnung?

PvDyk:
Super ok, er hat ein fantastisches Album gemacht. Er hat eine super Single hingelegt… auf jeden Fall verdient.

OKF:
Du bist auf der Loveparade dabei?

PvDyk:
Auf jeden Fall. Ich halte die Loveparade immer noch für ein ganz ganz wichtiges Ereignis, nicht unbedingt was eletronische Musik betrifft, sondern auch der globale Stellenwert, den die Loveparade hat, als politisches Signal aus Deutschland heraus, das ist sehr sehr wichtig, und deswegen bin ich dabei.

OKF:
Danke für das Gespräch und weiterhin viel Erfolg.

PvDyk:
Dankeschön.

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geschrieben von: joop

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