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Entertainment (Job)

Was machen eigentlich …? Hotelfachleute

vom 02.03.2010

Kaffee für Kavka
Für Jessica ist die Ausbildung zur Hotelfachfrau in Binz ein Traumjob.
Insbesondere wenn sie dabei dem MTV-Moderator Markus Kavka gegenübersteht –
Ein Job mit Promigarantie?


Ein Duft von frischem Espresso weht durch den kleinen Coffee-Shop an der Binzer Strandpromenade. „Herzlich willkommen, was kann ich für Sie tun?“ – Jessica Perez Ramos steht hinter dem Tresen des kleinen Ladens im Hotel Belvedere. Sie ist im ersten Lehrjahr zur Ausbildung als Hotelfachfrau.
Für die 17-jährige Rüganerin ein Traumjob. „Ich wollte unbedingt mit Menschen zusammenarbeiten. Da hatte ich mich für eine Ausbildung im Hotel- und Gastronomiebereich entschieden. Durch meine Berufsberaterin von der Arbeitsagentur in Bergen kam ich dann auf die Ausbildung zur Hotelfachfrau hier im Hotel Belvedere.“
Die Vielfalt der unterschiedlichen Arbeitsplätze ist für Jessica besonders reizvoll. „Vom Housekeeping bis zur Rezeption kann ich alles machen. Auch im Restaurant werde ich ausgebildet. Dadurch wird der Job nie langweilig.“
Tatsächlich umfasst die Ausbildung zur Hotelfachfrau alle Bereich der Gastronomie. „Hotelfachleute sind ‚Alleskönner’ in unserem Haus“, weiß Sandra Kohn, die Personalchefin des Hotels. Sie hat selbst in der Branche gelernt und arbeitet nun bereits mit 24 Jahren im Management des Hotels. „Der Job bietet sehr viele Möglichkeiten. Junge, flexible Leute, die Karriere machen wollen, haben super Chancen - und das nicht nur auf der Insel Rügen sondern in allen Tourismusgebieten, weltweit.“

Für Jessica ist das noch Zukunftsmusik. „Ich freue mich ganz besonders auf die Ausbildung im Restaurant. Da kann ich endlich alles, was ich an der Berufsschule gelernt habe, auch tatsächlich anwenden.“ Alle 3 bis 4 Monate geht Jessica zur Berufsschule, denn die Ausbildung läuft im ständigen Wechsel zwischen Theorie und Praxis. „Theorieblöcke“ von etwa einem Monat gehören zum Lehrplan der Ausbildung dazu – ab März geht es dann wieder in die Schule. Doch die Praxis ist für die gebürtige Rüganerin immer noch das Highlight. „Nach der Schule gehe ich erst einmal in den Housekeeping-Bereich, also in den Zimmerservice. Auch das gehört zu meinem Job. Und mit dem Ostergeschäft werden auch wieder viele Gäste in unserem Hotel sein.“ Aber auch in den Wintermonaten ist der Coffee-Shop, in dem Jessica arbeitet gut besucht. „Gerade letzte Woche war Markus Kavka, der Moderator vom MTV, auf einen Latte Macchiato bei uns zu Gast. Ich bin gespannt welche Promis in den Sommermonaten noch zu uns kommen werden.“

Ob Jessica den Job noch einmal wählen würde? – „Auf jeden Fall. Für mich ist die Ausbildung einfach mein Traumjob. Und das Team in unserem Hotel ist super.“

Was machen eigentlich …?

Hotelfachleute

Hotelfachleute sind die „Alleskönner“ in einem Hotel. Vom Restaurant über den Service bis hin zur Buchhaltung - in allen Abteilungen eines Hauses können sie jederzeit mit Hand anlegen.

Aus diesem Grunde ist auch die Ausbildung in diesem Bereich so vielfältig, denn Hotelfachleute müssen in allen Bereichen einsetzbar sein. Sie betreuen die Gäste an der Rezeption, bedienen im Restaurant, schenken Getränke aus, richten Zimmer her oder bereiten Veranstaltungen vor. Auch in der Verwaltung können sie arbeiten. Hier kümmern sie sich z.B. um die Buchhaltung, die Lagerhaltung oder das Personalwesen.

Gerade diese vielfältigen Kenntnisse ermöglichen den Hotelfachleuten ein breites Beschäftigungsspektrum nach der Ausbildung. Neben der Tätigkeit im klassischen Hotel sind Hotelfachleute auch bei Redereien, Kreuzfahrtgesellschaften, Reiseveranstaltern oder Eventagenturen gern gesehene Fachkräfte. Gerade Top-Hotels im Ausland schätzen die gute Ausbildung des deutschen Hotelpersonals. Das eröffnet Perspektiven bis in die Führungspositionen der größten Häuser weltweit. Nicht selten sind Manager der Spitzenhotels von Dubai bis Singapur ehemalige Hotelfachleute aus Deutschland, und das ohne ein Studium an einer Universität oder Fachhochschule absolviert zu haben. Denn noch immer zählen im Hotelgewerbe vor allem gute praktische Kenntnisse und Erfahrungen.

Gerade die Tourismusbranche bietet somit hervorragende Karrieremöglichkeiten für Realschüler aber auch für Abiturienten, die kein Studium anstreben.

Die Ausbildung zum Hotelfachmann bzw. zur Hotelfachfrau dauert drei Jahre.
Gelernt wird im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule.
Ein konkreter Schulabschluss ist als Zugang zur Ausbildung nicht vorgeschrieben, allerdings verlangen die meisten Unternehmen von ihren Bewerbern die mittlere Reife (Realschulabschluss) oder einen höheren Abschluss.

Gerade in einem Tourismusland wie Mecklenburg-Vorpommern gibt es im Hotel- und Gastronomiebereich auch aktuell noch freie Ausbildungsstellen.

Junge Leute, die sich für eine Ausbildung als Hotelfachmann bzw. Hotelfachfrau interessieren, sollten daher unbedingt Kontakt mit Ihrem Berufsberater aufnehmen.

Die Hotline zur Berufsberatung ist von Montag bis Freitag von 08.00 bis 18.00 Uhr zu erreichen unter 01801/ 555 111*.

(*Festnetzpreis 3,9 ct/min; Mobilfunkpreise höchstens 42 ct/min.)
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