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Investition in Sachanlagen lohnt sich: Autos machen das Rennen

Aktien sind vielversprechend, aber riskant, Sparbücher oder Tagesgeld bringen nur noch minimale Zinserträge – höchste Zeit also, sich über alternative Geldanlagen Gedanken zu machen. In den vergangenen Jahren haben sich unter anderem Briefmarken, Geschirr, Weine und Whisky als erfolgsversprechend empfohlen.

Bildquelle: pixabay.com © PublicDomainPictures (CC0 1.0)

Aktuell im Fokus von Anlegern sind allerdings vor allem alte Autos. Natürlich nicht irgendwelche Schrottkarren, sondern Klassiker vom schicken Ferrari bis zum knuffigen VW Bull

Weltrekord: Ein Sportwagen für 38 Millionen Dollar

Erst jüngst, am 14. August 2014, kam bei einer Auktion das teuerste Auto der Welt unter den Hammer. Es war ein roter Ferrari 250 GTO, Baujahr 1962, mit einer düsteren Geschichte. Diese tat dem Wert aber keinen Abbruch: 38 Millionen Dollar lautete das Siegergebot. Die Geschichte des Oldtimers begann, als der französische Rennfahrer Jo Schlesser bei der „Tour de France Automobile“ 1962 startete, einem Autorennen über 5.500 Kilometer, die in neun Tagen zurückgelegt werden müssen. Als Beifahrer war der zweifache Ski-Olympiasieger Henri Oreiller mit von der Partie. Oreiller verunglückte nur wenige Wochen nach dem Rennen tödlich mit dem roten Flitzer. Schwer beschädigt wurde der Rennwagen nach Maranello gebracht und dort wieder instand gesetzt. Paolo Colombo, ein italienischer Rennfahrer, brachte den Ferrari 1964 dann wieder auf eine Rennstrecke. Ernesto Prinoth übernahm das rote Traumauto, verkaufte es aber noch im selben Jahr für umgerechnet 8.000 Euro an den Sammler Fabrizio Violati. In dessen Besitz verblieb das Fahrzeug bis zum Tod Violatis in diesem Jahr.

Wertsteigerung nicht nur bei Luxusautos

Natürlich sind solche Summen die absolute Ausnahme, aber insgesamt steigt der Wert von Oldtimern unaufhaltsam, für das Jahr 2012 stellte der Verband der Automobilindustrie (VDA) eine durchschnittliche Wertentwicklung von plus 4,2 Prozent fest, ein Jahr zuvor waren es sogar plus 9,3 Prozent. Expertenanalysen zufolge ist ein Grund dafür in der gestiegenen Nachfrage aus Asien zu suchen. Viele europäische Autos genießen in asiatischen Ländern fast schon Kultstatus, sodass sich wohlhabende Kunden unbedingt damit schmücken wollen. Aber nicht nur Luxusautos wie Ferraris und Bugattis erleben rasante Wertsteigerungen, auch viele einstige Alltagsautos sind inzwischen wieder überaus gefragt. Beispielsweise hatten die 5er-BMWs der Baujahre 1972 bis 1977 in den vergangenen Jahren den Platz eins inne. Auch den Ur-Bulli, also den Volkwagen-Bus T1, hatte vor 20 Jahren kaum jemand als Investitionsobjekt auf dem Zettel. Mittlerweile gehört er aber zu den teuersten deutschen Oldtimern; das Sondermodell Samba erbringt Verkaufserlöse von bis zu 100.000 Euro.

Geldanlage – aber wie?

Wenn Sie also Geld zum Anlegen zur Verfügung haben, ob durch eine hohe Erbschaft oder einen Gewinn, beispielsweise in der Lotterie (Informationen gibt es bei SKL Boesche), denken Sie darüber nach, wie sie es möglichst vermehren. Oldtimer wären hier eine attraktive Alternative zu Aktien oder Festgeld, allerdings sollten Sie für das Thema auch eine gewisse Leidenschaft aufbringen. Denn es ist nicht damit getan, den Wagen zu kaufen und in irgendeiner Garage abzustellen. Ein Oldtimer will gepflegt – und gefahren! – werden. Wer mehr erfahren möchte: Der deutsche Oldtimer Index des VDA gibt Auskunft über die genaue Wertsteigerung alter Autos.

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