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Tag des Ausbildungsplatzes

Arbeitsagentur appelliert an die Unternehmen: Bewerber werden rar - allen eine Chance geben!

Foto: BMG/Köhler

Der Tag des Ausbildungsplatzes hat Tradition und wandelt sich doch rasant.

Wo seit nunmehr 18 Jahren die Berufsberaterinnen und Berufsberater auf Stellensuche in die Firmen ausschwärmten, haben sich die Gesprächsinhalte im Jahr 2013 deutlich verändert. Kein Wunder – standen doch im März den 1.391 Ausbildungsplatzangeboten im Landkreis nur 686 Bewerber gegenüber. Zum Vergleich: im März 2008 waren es noch 2.497 Bewerber und 1.345 Stellen.

So lenkten die Mitarbeiter der Arbeitsagentur und der beiden Jobcenter diesmal auch vorrangig den Blick der Unternehmer auf die Stärken und Potentiale vermeintlich schwächerer Schüler. Heiko Miraß, Leiter der Greifswalder Arbeitsagentur, macht deutlich, dass ein Umdenken bei der Bewerberauswahl nötig ist. „Stellt ein Unternehmen zu hohe Anforderungen an die Bewerber, bleiben Ausbildungsplätze unbesetzt. Wichtig ist, dass sich Lehrbetriebe besser auf das tatsäch-liche Leistungsniveau der Jugendlichen einstellen, Chancen sehen und geben. Es gibt viele Spätzünder, die sehr praktisch veranlagt sind. Kein Jugendlicher darf auf seinem Weg in Ausbildung verloren gehen.“

An die Firmen gerichtet, informiert Miraß, dass die Arbeitsagentur – beginnend mit dem ersten Tag der Lehre – durch ausbildungsbegleitende Hilfen kostenlos Unterstützung für Azubis anbie-ten kann. Damit wird die Nachhilfe bei theoretischen Lehrinhalten ebenso gefördert, wie die sozialpädagogische Begleitung in den ersten Ausbildungstagen.

An die Jugendlichen gerichtet, appelliert Miraß, sich aktiv vor Ort eine Lehrstelle zu suchen. „Der Traumjob in Vorpommern war noch nie in so greifbarer Nähe, wie in diesem Jahr. Und das gilt nicht nur für den Einstieg in die Ausbildung sondern ebenso für die Karrierechancen danach."

Heiko Miraß: „Als Lotse durch die Vielfalt der Angebote stehen die Berufsberater der Arbeits-agentur bereit. Ein kostenloser Termin bei der Berufsberatung kann telefonisch unter 01801 555 111* vereinbart werden.“

Zahlen, Daten, Fakten: 1.391 Lehrstellen wurden bislang für das neue Ausbildungsjahr gemeldet. Die meisten Azubis werden im Hotel- und Gastgewerbe gesucht. Etwa 40 Prozent der Stellenangebote kommen aus den Unternehmen dieser Branche.

Zu den Wunschberufen männlicher Bewerber zählen aktuell der Kfz-Mechatroniker und der Fachmann in der Lagerlogistik. Junge Frauen interessieren sich besonders für eine Ausbildung zur Verkäuferin, medizinischen Fachangestellten und zur Bürokauffrau.

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