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Tipps zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Das Risiko berufsunfähig zu werden, wird oft unterschätzt. Immerhin rund ein Viertel aller Deutschen wird im Laufe des Arbeitslebens berufsunfähig.

Berufsunfähigkeitsversicherung Prämien

Darum empfehlen viele Experten eine Berufsunfähigkeitsversicherung.

Was ist eigentlich Berufsunfähigkeit?

Berufsunfähig ist man, wenn man seinen bisher ausgeübten Beruf wegen einer Erkrankung oder nach einem Unfall nur noch zu weniger als 50 Prozent ausüben kann. Zu den häufigsten Ursachen für Berufsunfähigkeit zählen übrigens mit 31% psychische Erkrankungen wie Depressionen oder Burnout. Die zweithäufigsten Ursachen sind Erkrankungen des Skelettes und des Bewegungsapparates (22%), zum Beispiel ein Bandscheibenvorfall oder Arthrose. An dritter Stelle kommen Tumorerkrankungen mit 14% wie etwa Krebs.

Darum ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung wichtig

Ist man berufsunfähig, dann fällt von einem Moment zum anderen das Einkommen weg. Ohne private Absicherung der eigenen Arbeitskraft ist in diesem Fall die Existenz bedroht. Denn die staatliche Erwerbsminderungsrente ist sehr gering und wird nur unter bestimmten Voraussetzungen bewilligt. Zum Beispiel zahlt sie nur, wenn man überhaupt gar keinen Beruf mehr ausüben kann; zudem muss man mindestens 5 Jahre in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben. Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) schützt besser und und zahlt im Fall der Fälle eine monatliche Rente.

So funktioniert eine Berufsunfähigkeitsversicherung

Beim Abschluss der BU mit einem Versicherer wird eine monatliche BU-Rente festgelegt. Diese wird im Fall der Berufsunfähigkeit ausgezahlt. Zuvor muss der Versicherte monatliche Beiträge an die Versicherung zahlen. Die Höhe der Beiträge hängt von mehreren Faktoren a

  • Das Alter bei Vertragsabschluss. Je jünger eine BU abgeschlossen wird, desto länger ist die Vertragslaufzeit. Das reduziert die Beiträge.
  • Der Gesundheitszustand des Antragstellers. Gibt es Vorerkrankungen oder akute Krankheiten, dann erhöht sich das Risiko, später berufsunfähig zu werden. Die Versicherungsunternehmen erheben deshalb einen Risikozuschlag und der Beitrag steigt, wenn man zu viele oder schlimme Vorerkrankungen hat.
  • Der ausgeübte Beruf. Bestimmte Berufsgruppen mit schwerer körperlicher Arbeit wie Gerüstbauer werden anders berechnet als beispielsweise Menschen mit leichten Bürotätigkeiten. Auch hier gilt: je höher das Risiko, desto höher die Beiträge zur BU.
  • Die Höhe der verabredeten BU-Rente. Je Höher die Rente ist, die später einmal ausgezahlt werden soll, desto höher sind die Beiträge.

Tipp: Höhe der Rente an die eigenen Bedürfnisse anpassen

Eine allgemein gültige, ideale Höhe der BU-Rente gibt es nicht, sie ist für jeden Menschen anders. Sie muss zu den individuellen Bedürfnissen passen.Entscheidend ist das aktuelle Nettoeinkommen. Die BU-Rente sollte möglichst nah am Nettoeinkommen liegen, damit die Lücke beim Wegfall des Einkommens nicht zu groß wird. Es wird empfohlen, mindestens 50% des bisherigen Nettoeinkommens abzusichern - besser sind 75%.

Tipp: Gesundheitsfragen immer ehrlich beantworten

Vor dem Abschluss einer BU steht immer die Überprüfung des Gesundheitszustandes des Antragstellers. Dazu stellen die Versicherer eine Reihe von Gesundheitsfragen. Diese Fragen sind sehr ausführlich, trotzdem müssen sie unbedingt ehrlich beantwortet werden. Bei falschen oder unvollständigen Angaben, kann später die Auszahlung der Rente durch den Versicherer verweigert werden. Am besten spricht man mit seinem Arzt und seiner Krankenkasse und holt sich dort genaue Informationen über Diagnosen und Behandlungen ein.

Tipp: Beiträge zur Versicherung steuerlich absetzen

In der Steuererklärung können die Kosten für die Berufsunfähigkeitsversicherung als Vorsorgeaufwendungen angegeben werden. Es gibt bei den Vorsorgeaufwendungen allerdings eine Höchstgrenze von 1900 Euro im Jahr für Angestellte und von 2800 Euro bei Selbstständigen.

Tipp: Es gibt Einsteigertarife für Studenten und Azubis

Viele Versicherungen bieten Einsteiger- oder Startertarife für Studenten und Berufseinsteiger. Diese sind anders kalkuliert als der Normaltarif. Dadurch sind die Einsteigertarife der BU günstiger. Erst nach einigen Jahren steigen die Tarife dann über dem der Normaltarife. Das ermöglicht jungen Menschen, die noch kein hohes Einkommen haben, den Abschluss einer BU. Allerdings zahlt man über die gesamte Laufzeit des Vertrages mehr für eine BU mit Einsteigertarif als beim Abschluss mit Normaltarif.

Quelle: Getsurance

Klaus Fechner arbeitet in der Online-Redaktion des InsurTech-Startups Getsurance. Als Versicherungsportal gestartet, hat sich Getsurance auf den wichtigen Bereich der Lebensversicherungen spezialisiert und dazu die erste Online-Beratung zur Berufsunfähigkeitsversicherung entwickelt. Gleichzeitig entwickelt das Unternehmen eigene modulare Versicherungsprodukte und informiert vor allem junge Kunden über Versicherungen mit fachlich fundierten Ratgebertexten.

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