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Wann von zu Hause ausziehen?

Neuste Studien belegen, dass Kinder in Deutschland im Durchschnitt erst mit 25 Jahren aus dem Elternhaus ausziehen. Dass der Altersdurchschnitt auf Mitte zwanzig gestiegen ist, liegt vor allem an langen Ausbildungswegen, genereller Arbeitslosigkeit und befristeten Arbeitsverträgen. Aber sollte man sich nicht als junger Erwachsener von den Eltern loskoppeln oder ist es für alle Beteiligten schlichtweg günstiger zusammenzuwohnen?

Was bedeutet der Auszug für die Jugendlichen?

Viele Jugendliche träumen jahrelang von den eigenen vier Wänden. Allerdings bringt dieses Unterfangen nicht nur viele Freiheiten, sondern auch so einige Kosten und Mühen mit sich. Deswegen benutzen viele die Ausrede, dass nicht genügend Wohnungen vorhanden seien, um den Service im Hotel Mama auch weiterhin genießen zu können. Das zieht aber schon lange nicht mehr, schließlich stehen zum Beispiel für Menschen aus dem Ruhrgebiet nicht nur Immobilien zur Miete in Bottrop zur Verfügung, sondern in ganz Deutschland. Man sollte sich also durchaus mal trauen, die Stadt zu wechseln, auch wenn in einer eigenen Wohnung eventuell ein leerer Kühlschrank, ungewaschene Wäsche und ein ungeputztes Bad auf einen warten. Diese Umstellung ist nötig, um zu begreifen, dass man nicht das ganze Leben lang von vorne bis hinten bedient wird. Außerdem sollte jeder Jugendliche Mal ausprobieren, auf eigenen Beinen zu stehen, denn das geht mit viel Verantwortung und Reife einher. Wer also den entscheidenden Schritt wagt, weiß in Endeffekt mit Verträgen, Kostenabrechnungen und anderen Problemen besser umzugehen. Insofern ist der Auszug aus dem Elternhaus ein wichtiger Schritt für die Persönlichkeitsbildung eines jeden Menschen.

Was bedeutet der Auszug für die Eltern?

Der Auszug ist keinesfalls nur für die Jugendlichen ein heftiger Einschnitt ins Leben, auch Eltern trifft es im Regelfall sehr. Vor allem wenn sie eine große Familie und viel Trubel gewohnt waren, kann die vermeintliche Einsamkeit zu Beginn etwas anstrengend sein. Unterhaltungen über wichtige Themen und das Kochen von großen Mahlzeiten fallen auf ein Mal weg, sodass man keine richtige Aufgabe mehr zu haben scheint. Auf diese Veränderung sollte man sich im Vorhinein einstellen und vorbereiten, indem man sich bewusst macht, dass man nun viel mehr Zeit für eigene Hobbys und Interessen hat. Außerdem gestaltet sich der Alltag viel entspannter, wenn man nur für sich sorgen muss und man hat viel mehr Platz in der Wohnung, da man das ehemalige Kinderzimmer für einen eigenen Arbeits-, Sport-, oder Hobbyraum nutzen kann. Schlussendlich muss man beim Überwinden der schwierigen Phase beachten, dass dauernde Ratschläge und Einmischungen unerwünscht sind, auch wenn man es gut meint. Für die Partnerwahl, den Beruf, den Lebensstil oder die Erziehung der Kinder fühlen sich Jugendliche nach dem Auszug nämlich alleine verantwortlich.

 

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