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Kalte Luft zwischen den Fingern: Pflege strapazierter Hände

Die Kälte hat mittlerweile merklich Einzug gehalten. Das zeigen das Thermometer und die dicken Mäntel an, mit denen sich die Menschen zur Arbeit oder am Wochenende auf die Weihnachtsmärkte begeben, an.

© VadimGuzhva – Fotolia.com (#123392918)

Die niedrigen Temperaturen bringen jedoch nicht nur zum Zittern, sondern trocknen zudem die Haut aus. Doch welche Pflege benötigt die besonders empfindliche und dünne Haut der Hände?

Trockene Haut an den Händen

Die empfindliche Haut an den Händen, ist im Alltag verschiedenen Reizen ausgesetzt, die ihrer Gesundheit schaden können. Deshalb sollten bestimmte Dinge, die der Haut schaden können vermieden sowie die Haut davor geschützt werden. Im Winter leiden viele Menschen unter trockenen Händen. Was zunächst einmal kein Wunder ist, denn die kalte Luft sowie die warme Heizungsluft entziehen der Haut Feuchtigkeit.

Um die Hände wieder mit Feuchtigkeit zu versorgen, sollte aber dennoch vor Verlassen des Hauses nicht einfach nach der erstbesten Bodylotion gegriffen werden, die im Badezimmer zu finden ist. Denn die Haut der Hände hat einen anderen Aufbau als die übrige Körperhaut. Diese hat nur wenige Talgdrüsen und ab einer Temperatur von acht Grad stellen die Drüsen ihre Arbeit langsam ein und produzieren kaum noch Fett, das die Haut pflegt.

Nährende Maske für die beanspruchte Haut

Eine selbst hergestellte Handmaske dient als natürliche Pflegekur. Diese kann sich aus verschiedenen Zutaten zusammensetzen. Eine Variante ist die Kombination von gemahlenen Sonnenblumenkernen, ein paar Tropfen Mandelöl, einem Teelöffel Honig und einem Schuss Zitronensaft. Eine andere Möglichkeit ist es, eine Handvoll Haferflocken in einem Glas Wasser quellen zu lassen und dazu einen Esslöffel Zitronensaft sowie einen Spritzer Olivenöl oder Aloe Vera zu geben. Häufig ist Zuhause aber auch Quark vorhanden und dann kann schnell eine Quark-Öl-Packung zur Pflege der beanspruchten Hände hergestellt werden. Für die Quarkpackung sechs Esslöffel Speisequark (Fettgehalt 40 Prozent), ein Eigelb sowie drei Esslöffel Oliven- oder Mandelöl vermischen. Die pflegenden Kuren werden jeweils auf die ganze Handoberfläche verteilt und müssen etwa zwischen 30 und 45 Minuten einwirken. Um die Pflegewirkung noch zu intensivieren, kann während der Einwirkzeit ein Handschuh über Hände und Maske getragen werden. Durch die entstehende Wärme wird die Pflegewirkung noch besser entfaltet. Mit Einweghandschuhen kann die Zeit des Einwirkens sogar verkürzt werden. Gerade Honig- oder Öl-Kuren entfalten unter den Handschuhen aus Plastik eine optimale Wirkung. Während sich atmungsaktive Handschuhe aus Baumwolle anbieten, um eine Pflegekur über Nacht einwirken zu lassen. Die Baumwollvariante saugt zwar einen Teil der Creme auf, aber gibt diese auch immer wieder portionsweise ab. Da die Handschuhe atmungsaktiv sind wird zudem ein Hitzestau vermieden, der die beanspruchten Hände zusätzlich reizen könnte.

Ein angenehmes Handbad

Ein Handbad beruhigt die beanspruchte Haut und sorgt gleichzeitig dafür, dass die Hände mit pflegenden Stoffen versorgt werden. Das Handbad ist zudem eine schnelle Alternative zu einer speziellen Handmaske. Wer also die Einwirkzeit der Maske nicht immer in Kauf nehmen möchte, kann sich ganz einfach einmal pro Woche ein pflegendes Handbad gönnen. Dieses kann mit ein paar Zutaten ganz einfach Zuhause selbst hergestellt werden. Natürlich können die Zutaten nach eigenem Belieben ausgewählt werden. Jedoch ist die Kombination aus Milch und Öl besonders pflegend.

Für das selbstgemachte Handbad werden etwa ein Liter Milch (Fettgehalt von 3,5 Prozent) oder als Alternative Buttermilch, fünf Esslöffel Olivenöl oder Mandelöl, ein Topf sowie eine Schüssel, die Platz für beide Hände bietet, benötigt. Die Milch wird erhitzt, bis sie lauwarm ist und dann in die Schüssel gegossen. Danach das pflegende Öl hinzufügen und mit der Milch vermischen. Ist die pflegende Mischung vorbereitet, die Hände etwa zehn Minuten darin baden. Die Hände anschließend nur sanft abtupfen, damit noch einige Pflegesubstanzen auf der Haut bleiben und noch nach dem Bad einwirken können.

Nagelpflege und Nagelkosmetik

Während des Handbads sollten auch Nägel, Nagelbett und Finger massiert werden. Das nährt die Haut und versorgt die besonders dünne und empfindliche Haut rund um die Nägel nachhaltig mit Pflegestoffen. Sollen die Nägel noch einmal eine Extraportion Pflege erhalten, kann zudem ein Nagelbad genommen werden. Denn vor allem im Winter benötigen Nägel spezielle Pflegemaßnahmen, da sie schneller spröde und brüchig werden. Eine Maßnahme ist das Nagelbad, in das die Fingernägel etwa drei bis fünf Minuten zu halten und dabei zu massieren sind. In Apotheken oder Drogerien sind verschiedene Nagelbäder zu kaufen. Sie sind meist ölhaltig oder in einer Seifenlauge. Bei besonders brüchigen Nägeln ist auf Zusätze, wie zum Beispiel Zitronenschalenöl, zu achten. Da die Nagelhaut nach dem Bad besonders weich ist, kann überschüssige Haut ganz einfach entfernt werden. Damit sich keine schmerzhaften Entzündungen bilden, die die von Kälte beanspruchte Haut zusätzlich belasten, ist die Haut niemals abzuschneiden. Zur sanften Beseitigung der Nagelhaut eignen sich ein spezieller Nagelhautschieber oder aber ein Rosenholzstäbchen. Damit ist die überschüssige Nagelhaut einfach zurückzuschieben. Danach kann den Nägeln ruhig ein Farbanstrich verpasst werden. Denn Nagellack schadet den Nägeln nicht zusätzlich, sondern schützt sie meist sogar vorm Austrocknen oder Reinigungsmitteln. Auf einen pflegenden und schützenden Unterlack ist vor der Farbe dennoch nicht zu verzichten. Wer eine aufwendigere Gestaltung wünscht, kann sich das Nageldesign von only-beauty.de anschauen. Die Experten raten, eine spezielle Modellage, die zum Beispiel aus weihnachtlichen Motiven oder Glitzerelementen bestehen kann, unbedingt fachgerecht durchführen zu lassen. Denn bei der professionellen Gestaltung kann gezielt auf die Bedürfnisse beanspruchter Nägel eingegangen werden.

Effektives Cremeprogramm

Damit die Haut an den Händen auch in der Winterzeit trotz niedriger Temperaturen noch mit ausreichend Feuchtigkeit versorgt ist, sollte diese mit einer speziellen Handcreme versorgt werden. Diese ist auf die Bedürfnisse der Hände abgestimmt. Eine pflegende Handcreme sollte fettreich, aber dennoch nicht ganz wasserfrei sein. Am besten eignen sich Wasser-in-Öl-Emulsionen, denn diese hinterlassen für längere Zeit einen schützenden Film auf der Hautoberfläche. Die Inhaltstoffe in der Handcreme spielen eine wichtige Rolle. Besonders pflegend sind Glycerin, Urea, Sheabutter oder Olivenöl. Cremes mit Kamillenextrakt sorgen zusätzlich dafür, dass sich die beanspruchte Hautoberfläche erholt. Einzucremen sind die Hände immer morgens und abends vor dem Schlafengehen. Es gibt sogar spezielle Nachtcremes. Auch den Tag über sollte die Haut bei einer rauen Oberfläche immer wieder nachgecremt werden. Neigt die Haut schnell wieder zu Trockenheit, ist diese etwa alle zwei Stunden mit Creme zu versorgen. Damit die Creme nachhaltig wirkt, jeweils eine kleine Crememenge auf dem Handrücken verteilen. Dabei die Fingerzwischenräume sowie das Nagelbett nicht vergessen und zudem die Handinnenflächen mit Creme versorgen.

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