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CDU gewinnt Europawahl in Greifswald

Die CDU hat bei der Europawahl im Wahlgebiet der Universitäts- und Hansestadt Greifswald die meisten Stimmen auf sich vereint. Dem vorläufigen Endergebnis zufolge erhielt die Union 29,8 Prozent. Damit büßte sie im Vergleich zur letzten Europawahl 2009 leicht ein, als sie 32,6 Prozent der Stimmen erhielt. Die SPD konnte 6,2 Prozent hinzugewinnen und liegt nun mit insgesamt 18,8 Prozent auf Platz 2. Drittstärkste Partei wurde die LINKE, die auf 18,5 Prozent der Stimmen kam. Allerdings verlor sie im Vergleich zu 2009 insgesamt 3,6 Prozent. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN erreichten mit 11,4 Prozent der Stimmen Platz 4. Die AfD gewann auf Anhieb 7,6 Prozent der Stimmen. Erhebliche Verluste musste die FDP hinnehmen, die im Vergleich zu 2009 insgesamt 4,8 Prozent verlor und nur noch auf 2,3 Prozent kommt. Die Piraten konnten im Vergleich zur letzten Wahl um 1,1 Prozentpunkte auf 2,9 Prozent zulegen.

So genannten Sonstigen - verschiedene Parteien und Wählergemeinschaften - erreichten zusammen insgesamt 8,7 Prozent.

Die Wahlbeteiligung betrug 42,9 Prozent und ist damit höher als vor fünf Jahren, als sie bei 40,0 Prozent lag.

Nach der Europawahl werden nun die Stimmen zur Kreistags- und anschließend zur Bürgerschaftswahl ausgezählt. Die ersten Ergebnisse aus einzelnen kleineren Wahlbezirken laufen bereits auf, mit dem vorläufigen Endergebnis der Kreistagswahl kann aber frühestens gegen Mitternacht gerechnet werden, die Ergebnisse zur Bürgerschaftswahl liegen erst weit nach Mitternacht vor.

Die Veröffentlichung der Ergebnisse kann im Internet unter www.greifswald.de oder im Bürgerschaftssaal des Rathauses verfolgt werden.
Nach Einschätzung von Stadtwahlleiterin Petra Demuth liefen die Wahlen bisher regelgerecht ab. Allerdings gab es tagsüber und auch kurz vor Schließung in einigen Wahllokalen einen großen Andrang. Tagsüber waren davon insbesondere das Jahngymnasium, die Montessori-Schule, die Arndt-Schule sowie das sozio-kulturelle Zentrum St. Spiritus betroffen. Dort mussten die Wahlberechtigten vereinzelt bis zu 40 Minuten warten. Hauptgrund dafür waren die umfangreichen Stimmzettel, für die die Wähler entsprechend viel Zeit zum Ausfüllen benötigten. In der Arndt-Schule und im St. Spiritus kam es am Abend noch einmal zu einem regelrechten Ansturm. In Abstimmung mit der Kreiswahlbehörde stellte sich hier um 18 Uhr ein Beisitzer an das Ende der Schlange, sodass die Wählerinnen und Wähler noch in Ruhe wählen konnten. Alle, die nach 18 Uhr zum Wahllokal kamen, wurden weggeschickt.
Insgesamt 442 Wahlhelfer kümmerten sich um einen reibungslosen Ablauf der Wahl. Oberbürgermeister Dr. Arthur König bedankte sich bei allen für ihr freiwilliges Engagement angesichts dieser Mammutauszählung.
Insgesamt 40.192 Wählerinnen und Wähler ab 18 Jahren waren heute aufgerufen, ihre Stimme zur Wahl des Europäischen Parlaments abzugeben. An den gleichzeitig stattfindenden Kommunalwahlen - Wahl des Kreistages und Wahl der Bürgerschaft – konnten 41.357 Bürgerinnen und Bürger ab 16 Jahren teilnehmen. Per Briefwahl haben im Vorfeld 5.438 Wahlberechtigte abgestimmt. Zur letzten Europa- und Kommunalwahl 2009 wurden 3.883 Briefwahlunterlagen ausgegeben.
Der Gemeindewahlausschuss kommt am Mittwoch, dem 28. Mai 2014, um 18.00 Uhr in öffentlicher Sitzung im Rathaus zusammen, um die endgültigen Wahlergebnisses für die Wahl der Bürgerschaft festzustellen.

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