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Fachhochschulen auf Erfolgskurs

Studentenzahl und Forschungsaktivitäten haben stark zugenommen / Schavan:   "Internationale Strahlkraft wächst"

Fachhochschulen sind bei Studierenden attraktiver denn je. In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der Studierenden an Fachhochschulen von 411.000 (Wintersemester 1999/2000) auf 684.000 (Wintersemester 2010/2011) gewachsen - also um 66 Prozent. Auch die Zahl der Fachhochschulen ist in diesem Zeitraum um ein Drittel gestiegen - von 152 auf 209. "Fachhochschulen bilden praxisnah aus, forschen anwendungsorientiert und kooperieren mit den Unternehmen in der Region - das macht sie attraktiver denn je", lobte Bundesforschungsministerin Annette Schavan die starke Rolle der Fachhochschulen im deutschen Wissenschaftssystem.

 

 

Besonders erfreulich ist dabei, dass die Fachhochschulen immer stärker auf dem Gebiet der Forschung punkten. Alles in allem sind von 2006 bis 2011 rund 316 Millionen Euro in Forschung und Lehre von Fachhochschulen geflossen. So hat das BMBF seine Mittel für das Programm "Forschung an Fachhochschulen", die unter der Vorgängerregierung im Jahr 2005 noch 10,5 Millionen Euro betrugen, inzwischen nahezu vervierfacht. Damit wurden von 2006 bis 2011 allein in diesem Programm an 110 Fachhochschulen weit über 800 Forschungsvorhaben mit insgesamt 175 Millionen Euro gefördert. Zudem beteiligen sich Fachhochschulen immer erfolgreicher an anderen BMBF-Forschungsprogrammen. Diese umfassen eine große Spannbreite - von den Fachprogrammen auf den Feldern "Neue Technologien", "Lebenswissenschaften" und "Klima, Umwelt, Energie" über den Spitzencluster-Wettbewerb bis hin zur Innovationsförderung in den Neuen Ländern. "Diese Zahlen bestätigen uns in unserem Kurs, Forschungsaktivitäten an Fachhochschulen weiter zu fördern", so Schavan.

 

 

Fachhochschulen machen neben starker Forschung auch durch innovative Lehrkonzepte von sich reden. Im Qualitätspakt Lehre wurden insgesamt 78 Projekte an Fachhochschulen ausgewählt. Das Ziel des Hochschulpaktes von Bund und Ländern, die Zahl der Studienplätze an Fachhochschulen zu erhöhen, wurde erreicht. Von den zwischen 2007 bis 2010 neu geschaffenen 185.000 Studienplätzen entfielen mehr als zwei Drittel auf Fachhochschulen. "Als Ausbildungsstätten für hochqualifizierten wissenschaftlichen Nachwuchs und als wichtige Partner für Unternehmen und Einrichtungen in der anwendungsorientierten Forschung sind die Fachhochschulen eine immer stärker werdende Säule unseres Wissenschaftssystems", sagte die Ministerin. So stellen Fachhochschulen beispielsweise mehr als die Hälfte aller Ingenieurstudienplätze bundesweit.

 

 

Als Paradebeispiel für die zunehmende internationale Strahlkraft von Fachhochschulen nannte Schavan die Deutsch-Jordanische Hochschule in Amman. Sie ist nach dem Modell der deutschen Fachhochschulen mit praxisorientierten Studieninhalten aufgebaut. Konsortialführer auf deutscher Seite ist die Fachhochschule Magdeburg-Stendal. An der Deutsch-Jordanischen Hochschule sind 2.500 Studierende in insgesamt 26 Studiengängen eingeschrieben. Die Hochschule ist bereits jetzt stark vernetzt und arbeitet mit 60 Partnerinstitutionen zusammen.

Quelle: FH Stralsund

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