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Neuer Poller für die Wiecker Brücke

Ein neuer Poller von einem neuen Lieferanten soll künftig die Überfahrten über die Wiecker Brücke regulieren. Das kündigte gestern Bausenator Jörg Hochheim vor der Bürgerschaft an. Der Vertragspartner, die Greifswalder Firma innoVent, erhalte noch eine Chance, ein funktionsfähiges System zu liefern. Auf die Stadt kommen dadurch keine zusätzlichen Kosten zu. Nach einem Unfall im Juni, als ein Kraftfahrer die Polleranlage beschädigt hatte, waren drei Reparaturversuche des von innoVent beauftragten Pollerlieferanten fehlgeschlagen.

Foto: www.n24.de

Der Geschäftsführer von innoVent, Hartmut Hecker, entschuldigte sich vor der Bürgerschaft für die unakzeptablen Zeitabläufe und den Imageschaden, der für Greifswald und die Verwaltung entstanden sei. Er habe erst in der vergangenen Woche von seinem Lieferanten erfahren, „dass ein Hydraulikaggregat eingebaut wurde, das nicht mit der Sicherheitssteuerung kompatibel ist und andererseits nicht die technischen Parameter erfüllt, die dokumentiert und zugesichert sind. Dies habe zu den eingetretenen Problemen und Verzögerungen geführt, für die wir uns entschuldigen, wenn wir sie auch nicht verursacht haben“. Als Konsequenz, so kündigte Hecker an, werde sich seine Firma von dem alten Lieferanten trennen und mit einem neuen Hersteller zusammenarbeiten.

Die Lieferung des neuen Pollers wird etwa drei Monate dauern. Um unberechtigte Überfahrten über die denkmalgeschützte Brücke bis dahin zu unterbinden, soll als Übergangslösung ein älteres Vorgängermodell eingebaut werden. Diese provisorische Lösung werde innerhalb der nächsten drei Wochen eingerichtet, so Hartmut Hecker. Die neue, robuste Polleranlage war seit Mai in Betrieb. Die Kosten inklusive Einbau beliefen sich auf rund 118.000 Euro. Zwei Kollisionen mit Autofahrern überstand der Poller unbeschadet, beim dritten Unfall wurde allerdings das Hydraulikaggregat so stark beschädigt, dass der Poller ausfiel.

Von: Andrea Reimann

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