Du bist hier: 

Zentraler Omnibusbahnhof in Betrieb

Nach dem Bau der Bahnparallele und der Sanierung des Bahnhofsgebäudes war der Neubau des Zentralen Omnibusbahnhofes (ZOB) ein nächster Schritt, um einen attraktiven Stadteingang für die Greifswalder und ihre Gäste zu schaffen. Der Verkehrsbetrieb Greifswald GmbH als künftiger Nutzer übergab den ZOB heute seiner Bestimmung. „Mit dem Neubau wurde das Areal wesentlich attraktiver und die Verkehrssituation verbessert“, sagte Oberbürgermeister Dr. Arthur König bei der Eröffnung.

Der neue Omnibusbahnhof befindet sich direkt neben dem Hauptbahnhof parallel zur Bahnlinie Stralsund-Berlin. Er hat drei Haltestellen für den Stadtbusverkehr und fünf für den Regionalverkehr, die mit digitalen Fahrgastinformationsanlagen ausgestattet sind. Die Mobilitätszentrale ist das Herzstück des neuen ZOB. In dem modernen Sozial- und Informationsgebäude finden die Reisenden die Auskunft, den Fahrkartenverkauf und einen Warteraum.

Möglich wurde dieses bedeutsame Infrastrukturprojekt erst durch die Unterstützung durch das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung Mecklenburg-Vorpommern. Dank der Fördermittel in Höhe von mehr als 1,8 Millionen Euro konnte ein Vorhaben umsetzt werden, das die Stadt bereits seit mehr als 10 Jahren im Fokus hat.

Erste Planungen für den neuen Omnibusbahnhof reichen bereits bis ins Jahr 1996 zurück. Im April 2010 stimmte das Land einer Förderung zu. Kurz danach, im Juli 2010, erfolgte schließlich der 1. Spatenstich.

Die Rohbauarbeiten für das Multifunktionsgebäude zu Beginn des Jahres 2011 mussten nochmals ausgeschrieben werden. Die Folge war ein Zeitverzug von mehreren Monaten. Erst als der große Auftrag in kleinere Lose aufgeteilt wurde, konnten die Arbeiten im Juli 2011 schließlich beginnen. Auch kleinere Handwerksbetriebe hatten so die Möglichkeit, sich zu beteiligen. Damit verbunden war allerdings auch ein hoher Koordinierungsaufwand auf der Baustelle, da die Gewerke zeitlich voneinander abhängig waren.

Es folgten im Jahr 2012 die Montage des modernen Bogendaches und die Bussteigüberdachungen. Auch die Wartefläche für Busse, die länger als 20 Minuten halten, wurde im vergangenen Jahr fertig gestellt.

Die Gesamtkosten für das Bauprojekt belaufen sich inklusive des Eigenanteils der Stadt von rund 820.000 Euro auf 2,662 Millionen Euro. Das sind 263.000 Euro mehr als ursprünglich beantragt. Das Land förderte das Vorhaben mit 1,843 Millionen Euro. Die Kostensteigerungen kommen hauptsächlich durch höhere Materialkosten beim Bodendach zustande. Zudem wurde ein notwendiges Datenkabel erst nachträglich durch die Verkehrsbetriebe beauftragt, was ebenfalls zu Verzögerungen und höheren Kosten führte.

Noch in diesem Jahr soll der alte ZOB zurückgebaut und das Areal begrünt werden. Später soll die Fläche am Wallgrund als Zugang zur Innenstadt entsprechend der historischen städtebaulichen Gestaltung wieder hergestellt werden. Zu den nächsten größeren Projekten gehört zudem die Umgestaltung des Bahnhofvorplatzes. Dort sollen dann auch 100 Metallbügel für 200 Fahrradstellplätze integriert werden. Ebenso wie der ZOB wird dieser behindertengerecht gestaltet und an das Blindenleitsystem des Bahnhofs angeschlossen. Hauptziel ist es, einen attraktiven Stadteingang für die Greifswalder und ihre Gäste zu schaffen. 

Copyright ©2012 Ortskontrollfahrt.de GbR / OKF-Media. All rights reserved.